RITUALE für Kinder 🎉 5 TIPPS um Deine Bindung durch Rituale zu stärken

RITUALE für Kinder 🎉 5 TIPPS um Deine Bindung durch Rituale zu stärken

Dieser Beitrag wird sich nun mit den Ritualen beschäftigen und wie man diese zu Hause schaffen kann. Bevor du einige Tipps und Tricks erhältst, möchte ich dir kurz erklären, was sich hinter dem Begriff Ritual überhaupt verbirgt.

 

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Das Ritual

Es gibt nicht eine ausschlaggebende Bedeutung, denn besonders in der Zeit, in der wir heute leben, können sie sehr abwechslungsreich sein. Viele nehmen an, dass ein Ritual so etwas wie ein Brauch ist oder denken direkt an Indianer, die um das Feuer tanzen.
Man kann das Wort Ritual in unserer Zeit allerdings auch anders definieren: Es handelt sich um eine festliche Handlung, die nach bestimmten Regeln abläuft. Die festliche Handlung nimmt dabei eine sehr hohe Symbolik ein. Sie können religiös, aber auch weltlich sein.

Einige Beispiele
  • Beerdigung
  • Geburtstag
  • Hochzeit
  • Jemanden begrüßen
  • Gottesdienste

Wenn die Rituale begangen werden, herrscht meist ein fester Ablauf vor, der zudem in einer bestimmten Reihenfolge strukturiert ist. Auch in unserem Alltag gibt es viele unbewusste Rituale.

 

Rituale und ihre Funktionen

Egal, in welche Familie man blickt, man wird auf der Suche nach Ritualen immer fündig. Das Weihnachtsfest, der familiäre Abend, Geburtstage einzelner Familienmitglieder und noch so vieles mehr. Wie du siehst, ist ein Ritual tatsächlich nicht einseitig, sondern vielseitig.

 

Baby spielt mit Greifling Rassel

Für Kinder

Wenn ein Kind auf die Welt kommt, muss es erst viele Dinge lernen. In seinen ersten sechs Lebensmonaten lernt es vor allem, dass es eine individuelle Persönlichkeit ist. Neugeborene sind auf ihre Bezugspersonen angewiesen. Diese haben die wichtige Aufgabe, dessen Bedürfnisse wahrzunehmen und darauf zu reagieren.

Oftmals laufen diese in gewissen festgelegten Reihenfolgen ab. Wenn das Baby beispielsweise gestillt wird, sucht sich die Mama einen gemütlichen und ruhigen Platz, um ihr Kind an die Brust anzulegen. Auch das zählt bereits als gemeinsames Ritual.

Es ist ein Ablauf vorhanden, der immer wiederkehrt und der insbesondere dem Baby immer vertrauter wird. Dadurch gelingt es ihm, sich in unserer Welt besser zu orientieren und es kann Vertrauen aufbauen. All das ist wichtig, damit es sich weiterentwickeln kann.

 

Rituale schützen und fördern

Bleiben wir einmal beim Beispiel Stillen: Wenn die Mutter zu Hause immer gleich vorgeht, kann sich das Baby daran orientieren. Es muss sich nicht immer wieder auf neue Dinge einstellen. Es kann die Abläufe einspeichern, da sie wiederkehrend sind.

Dem Baby wird durch das gemeinsame Ritual ein Rahmen zum Orientieren geboten. Wenn das Kind Hunger hat, macht es sich durch Weinen bemerkbar. Hunger zu haben, kann tatsächlich schon eine Krise sein. Durch das gemeinsame Ritual lernt das Kind, dass es mithilfe der Mutter dazu in der Lage ist, diese zu bewältigen.

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Wenn Rituale nicht beibehalten werden können

Manchmal gibt es familiäre Veränderungen oder andere Situationen, durch welche das gemeinsame Ritual des Stillens nicht eingehalten werden kann. Durch die entstandene Vertrautheit und durch die Fähigkeit, sich zu orientieren, wird das Baby jedoch nicht daran verzweifeln. Vielmehr beginnt es seine eigenen Rituale zu entwickeln.

 

Rituale sind für Kinder wichtig

Wie bereits erwähnt, verlaufen Rituale immer nach einem festgelegten Ablauf. Besonders für die kleinen Kinder dienen sie als Orientierung in unserer Welt. Doch tatsächlich spielen sie noch eine weitere wichtige Rolle.

 

Wiederholung schafft Vertrauen

Wer schon einmal mit kleinen Kindern zusammen war, wird sich vielleicht daran erinnern, welch Freude sie an kleinen Dingen verspüren. Oftmals verlangen sie nach Wiederholungen und haben dabei eine große Menge an Spaß. Durch das Wiederholen prägen sie sich verschiedene Handlungsabläufe und Gesprochenes viel schneller ein.

Demzufolge lernt ein Kind durch das Wiederkehrende viele verschiedene Dinge. Hat es diese gefestigt, wird es selbst dazu in der Lage sein, sie umzusetzen. Wiederholungen geben dem Kind außerdem das Gefühl, dass es schon etwas weiß und etwas kann. Sie verschaffen ihm positive Erfahrungen und Erfolgserlebnisse. Das, was zuvor neu war, wird schnell zu etwas Vertrautem.

 

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Hilfe zur Orientierung

Wenn ein Kind einen gut strukturierten Alltag hat, wird es eher dazu in der Lage sein, sich zu strukturieren. Hat deren Tagesablauf viele verschiedene Rituale, bietet ihm das eine bessere Orientierung. Es kann verschiedene Abläufe viel schneller in seinem kleinen Gehirn speichern. Wenn etwas häufiger vorkommt, wird es für das Kind immer wichtiger.

Da es für die Rituale festgelegte Regeln gibt, werden dem Kind liebevolle Grenzen gesetzt. Diese brauchen sie, um sich sicher zu fühlen.

 

Struktur hilft – aber warum?

Forscher, die sich mit dem menschlichen Gehirn beschäftigen, haben bereits herausgefunden, dass dieses tatsächlich Handlungen benötigt, die immer gleich ablaufen. Nur so kann es optimal funktionieren. Bekommt es keine festen Regeln geboten, wird es unsicher. Unsere Handlungen laufen dann automatisch, ohne sie bewusst wahrzunehmen, ab. Dadurch sind wir dazu in der Lage, uns ganz bewusst auf andere Dinge zu konzentrieren. Obendrein helfen uns Strukturen dabei, ein Gefühl für Gemeinschaft zu entwickeln, und unterstützen unseren Beziehungsaufbau.

 

Rituale prägen

Eine besondere rituelle Bedeutung nehmen Mahlzeiten ein, die zeitlich gebunden sind. Es ist zu empfehlen, dass jede Familie mindestens eine Mahlzeit gemeinsam genießt. Wer mehr Sicherheit in der Familie erreichen möchte, kann hier auch auf festgelegte Plätze für jedes einzelne Familienmitglied zählen.

Da Kinder es lieben, die eigenen Eltern zu unterstützen und Dinge auszuprobieren, kannst du wunderbare Rituale entwickeln, wie dein Kind dir beim Kochen oder später beim Decken des Tisches helfen kann. Wenn eine Familie gemeinsamer Mahlzeiten einnimmt, lernen die Kinder die Tischmanieren schneller und besser kennen. Ein weiterer Vorteil ist, dass hier der Entwicklung von Essstörungen vorgebeugt wird.

 

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Gute Nacht Rituale

Damit sich dein Kind gesund entwickeln kann, solltest du großen Wert darauf legen, dass die „Zubettgehzeiten“ eingehalten werden. Verbinde diese mit einem abendlichen Ritual, damit dein Kind zur Ruhe kommt und das Zubettgehen nicht zu einem Kampf wird.

Ein konsequenter Ablauf und ein beruhigendes Ritual helfen dabei, dass Kinder bei Ausnahmen nicht gänzlich verunsichert sind und ein unschönes Verhalten an den Tag legen. Wie du mit deinem Kind das Abendritual gestaltest, liegt dabei ganz in deinem Ermessen. Es können Lieder gesungen werden, Geschichten vorgelesen oder mit älteren Kindern auch der Tag reflektiert werden.

 

Die Familie wird gestärkt

Eine Familie ist nicht nur eine Person, sondern viele. Haben diese vielen Personen gemeinsame Rituale, können sie das „Wir-Gefühl“ stärken. Obendrein erleichtern sie das Familienleben, denn durch die klare Struktur bleiben Diskussionen aus.

 

Rituale sind gut, aber …

Ich predige die ganze Zeit, dass die Rituale etwas Wunderbares sind und den familiären Alltag erleichtern können. An dieser Stelle möchte ich unbedingt erwähnen, dass es niemals der Fall sein sollte, den kompletten Alltag zu strukturieren und dadurch keinen Platz für Spontanität zu lassen. Die Devise lautet: Eine Mischung aus beidem ist die beste Wahl.

 

Durch Rituale kannst du die Bindung zwischen dir und deinem Kind stärken

Rituale sind nicht nur wichtig, um Struktur zu schaffen oder den Alltag einer Familie zu erleichtern, sondern allem voran, um die Bindung zwischen Eltern und Kind zu stärken. In diesem Abschnitt möchte ich dir daher einige Tipps mit auf den Weg geben, welche Rituale du in euren gemeinsamen Alltag einbauen kannst.

 

TIPP 1 körperliche Nähe

Dein Kind sollte täglich spüren, wie sehr du es liebst. Kuscheleinheiten, wenn man das Kind weckt oder zu Bett bringt und Umarmungen beim Verabschieden oder Begrüßen, eignen sich wunderbar als Rituale, um diese körperliche Nähe zu gewährleisten.

 

TIPP 2 Extrazeit

Unser Alltag ist voll mit verschiedenen Ereignissen. Einen Großteil der Zeit verbringen Eltern und Kind durch Arbeit und den Besuch in der Kita getrennt. Auch wenn dein Kind dir nicht immer zeigt, dass es dich sehr vermisst, tut es dies. Ich empfehle dir, 15 Minuten pro Tag nur für dein Kind zu nutzen. Der Haushalt, die Einkäufe oder das klingelnde Telefon können warten! Nimm dir ganz bewusst diese Zeit und schenke sie uneingeschränkt deinem Kind.

 

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TIPP 3 Im Hier und jetzt leben

Die Kindheit ist das Schönste, was ein Mensch erleben kann. Hier ist man frei, muss sich mit weniger Sorgen herumschlagen und kann sich uneingeschränkt entfalten. Lebe mit deinem Kind immer im hier und jetzt, denn diese Zeit wird nicht wiederkommen.

Dieser Punkt knüpft an den vorangegangenen an, denn auch hier ist es wichtig, sich die Zeit nur für das Kind zu nehmen. Lasse dich beispielsweise beim Zubettgehen nicht von anderen Sachen ablenken. Sei für dein Kind da, rede mit ihm, singe mit ihm oder lest gemeinsam eine Gutenachtgeschichte.

 

TIPP 4 Aufgaben sollten spielerisch formuliert werden

Es gibt Tage, da wollen Kinder die Anweisungen und Aufgaben der Eltern absolut nicht ausführen. Immerhin wartet irgendwo ein Abenteuer, welches erlebt werden möchte und die Aufgaben halten einen davon ab. Dass dabei eine große Menge an Diskussionen entstehen können, liegt auf der Hand. Dies kannst du vermeiden, indem du die Aufgaben und Anweisungen so formulierst, als wäre alles ein Spiel.

 

TIPP 5 Das Handy ist tabu

Wir leben in einer Zeit der Technologie. Fast jeder hat ein Smartphone und ist somit ständig erreichbar. Viele Erzieher beklagen sich darüber, dass Eltern in die Kita kommen, um ihr Kind abzuholen, doch in der Hand halten sie das Telefon, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Diese Beschwerden werden berechtigterweise immer lauter, denn nach einem so langen Tag getrennt von Mama oder Papa freuen sich die Kleinen darauf, ihre Eltern wiederzusehen und haben so viel zu berichten. Gewöhne dir an, das Handy beim Abholen deines Kindes auszustellen und nicht erreichbar zu sein. Denke immer daran, dass die Kindheit eine Zeit ist, die nicht wiederkommen wird.

Nutze jede Minute, die du mit deinem Kind gemeinsam verbringen kannst.

 

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Viel Freude beim Ausprobieren.

Herzliche Grüße
Florian von MusikGlück

 

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